Abmahnungen unterliegen einem stetigen Wandel. Neue Gesetze, technische Entwicklungen und veränderte Marktbedingungen führen dazu, dass sich auch die Schwerpunkte bei Abmahnungen regelmäßig verschieben. Wer die aktuellen Abmahn-Trends kennt, kann Risiken besser einschätzen und frühzeitig vermeiden.

Dieser Überblick zeigt, welche Themen 2026 besonders häufig abgemahnt werden und worauf Unternehmen, Selbstständige und Websitebetreiber achten sollten.

Wettbewerbsrecht bleibt ein Dauerbrenner

Auch 2026 gehört das Wettbewerbsrecht zu den häufigsten Abmahnbereichen. Besonders im Fokus stehen weiterhin:

  • Irreführende Werbeaussagen
  • Unvollständige oder fehlerhafte Pflichtinformationen
  • Preisangaben ohne Grundpreise
  • Unzulässige Kundenbewertungen oder Gütesiegel

Online-Shops, Dienstleister und Agenturen sind hiervon besonders betroffen. Kleinste formale Fehler können bereits eine Abmahnung auslösen.

DSGVO: Technische und organisatorische Mängel

Datenschutzabmahnungen nehmen weiter zu, insbesondere bei:

  • fehlerhaften Cookie-Bannern
  • fehlender oder unvollständiger Datenschutzerklärung
  • Tracking- und Analyse-Tools ohne wirksame Einwilligung
  • unzulässiger Einbindung externer Dienste

Der Trend geht klar dahin, dass technische Datenschutzverstöße stärker in den Fokus geraten – nicht nur klassische Textfehler.

Urheberrecht: KI-Inhalte und Bildnutzung

Mit der zunehmenden Nutzung von KI-Tools verschieben sich auch die urheberrechtlichen Abmahnfelder. Häufige Themen sind:

  • Nutzung von Bildern ohne klare Lizenzlage
  • KI-generierte Inhalte mit fremden Schutzrechten
  • Texte und Grafiken aus unbekannten Quellen
  • Social-Media-Posts mit fremdem Bild- oder Videomaterial

Gerade die Annahme, KI-Inhalte seien automatisch „frei verwendbar“, führt zu neuen Abmahnrisiken.

Markenrecht: Nutzung in Domains, Ads und Metadaten

Markenrechtliche Abmahnungen betreffen 2026 vermehrt:

  • Markennamen in Domainnamen
  • Verwendung geschützter Begriffe in Google Ads
  • Marken in Meta-Tags oder Alt-Attributen
  • Produktbeschreibungen mit geschützten Bezeichnungen

Auch unbeabsichtigte Markennennungen können problematisch sein, insbesondere bei vergleichender Werbung.

Filesharing: Weniger Masse, gezieltere Fälle

Zwar ist die Anzahl klassischer Filesharing-Abmahnungen rückläufig, dafür werden Fälle gezielter verfolgt. Häufig abgemahnt werden:

  • aktuelle Filme und Serien
  • Musikveröffentlichungen
  • Software und Games

Die Forderungen bleiben dabei weiterhin kostenintensiv und mit Unterlassungserklärungen verbunden.

Design- und Produktrecht im Onlinehandel

Ein wachsender Trend sind Abmahnungen wegen:

  • Produktbildern
  • Verpackungsdesigns
  • Layouts von Online-Shops
  • Nachahmung geschützter Gestaltungen

Besonders im E-Commerce steigt die Zahl designrechtlicher Abmahnungen deutlich.

Formfehler mit großer Wirkung

Unabhängig vom Rechtsgebiet werden auch 2026 häufig formale Fehler abgemahnt, etwa:

  • fehlendes oder fehlerhaftes Impressum
  • unvollständige Anbieterkennzeichnung
  • falsche Widerrufsbelehrungen
  • unklare Vertragsinformationen

Diese Abmahnungen sind besonders ärgerlich, da sie oft leicht vermeidbar wären.

Abmahn-Trends kennen heißt Risiken reduzieren

Die Abmahn-Trends 2026 zeigen deutlich, dass sich der Fokus weiter in Richtung Digitalisierung, Datenschutz und Online-Geschäftsmodelle verschiebt. Wer aktuelle Entwicklungen kennt, kann rechtzeitig reagieren und typische Fehler vermeiden.

Auf soforthilfe-bei-abmahnung.de finden Betroffene und Interessierte eine klare Orientierung zu aktuellen Abmahnrisiken und praxisnahe Informationen, um rechtlich und wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben.

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